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03.01.12 | Kategorie: Immunologie

UKSH-Forscher entwickeln neue Immunochemotherapie

Die Deutsche PTLD Studiengruppe unter der Leitung von PD Dr. med. Ralf Ulrich Trappe, Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, hat eine neue Immunochemotherapie entwickelt, mit der die Überlebenschancen von Patienten, die nach einer Organtransplantation an Krebs erkranken, deutlich steigen. Die Therapie richtet sich gegen Posttransplantationslymphome (PTLD), der zweithäufigsten bösartigen Erkrankung nach einer Organtransplantation. Bis zu zehn Prozent aller organtransplantierten Patienten sind von einer der vielen Ausprägungen dieser Erkrankungen betroffen.


© DNS - Fotolia.com


Auf der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie im Dezember 2011 präsentierte die Forschergruppe um PD Dr. Trappe die Endauswertung der im Rahmen der sogenannten PTLD-1-Studie geprüften Therapie mit dem Medikament Rituximab und einer darauf folgenden Chemotherapie (CHOP). „Mit der sequentiellen Immunochemotherapie ist eine neuer weltweiter Therapiestandard für CD20-positive Posttransplantationslymphome definiert, der zu einem erheblichen Überlebensvorteil der Patienten gegenüber einer alleinigen Gabe von Rituximab führt“, erklärt Dr. Trappe. Die weltweit führende Rolle der Deutschen PTLD Studiengruppe in der Therapie von Lymphomen nach Organtransplantationen ergänze damit die chirurgische und internistische Kompetenz der Transplantationsmedizin am UKSH. Die Ergebnisse der Studie wurden zeitgleich auch in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ veröffentlicht. In einem ebenfalls dort erschienenen Kommentar spricht der spanische Lymphomexperte Professor Emilio Montserrat von einem guten Beispiel internationaler, interdisziplinärer Forschung und bezeichnet die Ergebnisse der Studie als einen wichtigen Schritt nach vorne.

Nach einer mittleren Nachbeobachtungzeit von fünf Jahren definiert die durchgeführte Studie einen neuen Therapiestandard: „Die Ergebnisse sind überzeugend sowohl in ihrer Qualität als auch in der erreichten Effektivität und Sicherheit für die Patienten“, sagt Dr. Trappe. In der bisher größten Phase-II-Studie auf diesem Gebiet zeigte die sequentielle Therapie mit vier Gaben des Antikörpers Rituximab und einer darauffolgenden viermaligen dreiwöchentlichen Chemotherapie nach dem CHOP Schema bei 90 Prozent der Patienten Wirksamkeit (vollständiger oder teilweiser Rückgang der Tumore). Erfreulicherweise war die Wirksamkeit langanhaltend: bei 80 Prozent dieser Patienten schritt die Erkrankung in den nächsten fünf Jahren nicht weiter fort. Die Hälfte dieser bereits vorher schwer erkrankten Patienten lebte nach der Tumordiagnose mehr als 6,6 Jahre – der beste für Patienten mit dieser Krankheit jemals berichtete Wert. „Insbesondere im Vergleich mit einer alleinigen Therapie mit dem Antikörper Rituximab, auf die nur im Falle eines Nichtansprechens oder eines Rückfalls eine Chemotherapie folgt, ist die sequentielle Therapie, gemessen am Therapieansprechen und Gesamtüberleben, deutlich überlegen“, sagt Dr. Trappe.

Eine besondere Herausforderung in der Therapie bei Patienten, deren Immunabwehr nach einer Organtransplantation unterdrückt wird (Immunsuppression), besteht in der Vermeidung von Infekten: Im Rahmen der PTLD-1 Studie war daher eine Medikamentengabe zur Stabilisierung der Anzahl weißer Blutkörperchen (G-CSF-Prophylaxe) vorgeschrieben sowie eine antibiotische Prophylaxe dringend empfohlen. Durch diese Maßnahmen, mehr aber noch durch die definierte zeitliche Abfolge von Antikörper- und Chemotherapie, konnte die Komplikationsrate der Chemotherapie deutlich reduziert werden.

Ziel der von PD Dr. Trappe geleiteten Gruppe ist es, diese Ergebnisse in aktuellen Studien noch weiter zu verbessern und auch für andere Patienten mit Tumorerkrankungen moderne und zukunftsweisende Therapien zu entwickeln.

 



 




















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